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Den Mutigen gehört die Welt.

Anders als viele Menschen, die auf dem Gebiet der Heilung tätig sind, bin ich glücklicherweise nicht schwer erkrankt und durch die Erfahrung einer schmerzhaften Krisis gegangen, um zu meiner Berufung zu finden.

 

Mein Kollege und Lehrer Andreas Fischer ist diesen Weg gegangen. Die Hauptursache für seine 3. schwere Krebserkrankung mit 44 Jahren war eine chronische Zellvergiftung durch geopathische Störfelder an seinem Schlafplatz. Sein kämpferischer Geist, der ihm damals als Leistungssportler viele Ehrungen einbrachte, rettete ihm das Leben.

Die diagnostische Methode der Zellanalyse wurde entwickelt, unsere Produkte und das Programm SCHLAFGOLD sind so entstanden.

Aber das ist eine andere Geschichte!

Nein. Bei mir war es genau umgekehrt. Vielleicht bin ich nicht wirklich kämpferisch, wohl aber durchaus energisch. Mein Weg begann nicht im Angesicht des Todes, sondern durch mich sollte neues Leben geboren werden: ich war schwanger.

Von der ersten Minute an ging es mir blendend, unser Wunschkind war unterwegs, wir waren sehr jung, das Leben lag uns zu Füßen. Bis uns die Gynäkologin die Nachricht überbrachte,dass

ich ein schwer behindertes Kind zur Welt bringen würde.

Ich weiß nicht wie es bei dir gewesen ist, ob du Kinder hast?
Ein Kind zu bekommen ist eine Herausforderung. Ein Kind zu bekommen, das aufgrund einer Behinderung besondere Pflege, besonders viel Geduld, besondere Kommunikation in der Partnerschaft und besondere äußere Voraussetzungen für sein alltägliches Leben braucht – würde mein Leben noch grundlegender verändern, als ich mir jemals vorstellen konnte. Für mich stand nur eins fest:

Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war.
Gar nichts.

Es war eine Zeit, in der ich meiner Mutter sehr nahe war. Sie selbst hatte sehr tragisch ihr erstes Kind verloren. Es gab Frauen in unserer Familie oder in der Nachbarschaft, deren Kinder behindert, früh gestorben oder tot geboren worden waren, oder deren Wunsch nach einem Kind sich nicht erfüllt hatte.

Unendliches Mitgefühl und Achtung vor diesen Frauen wurde für mich in dieser Zeit zur wichtigsten emotionalen Stütze. So konnte in mir der Entschluss reifen:

Egal wie, wir werden das schaffen.

Ein sehr junger Assistenzarzt mit sympathischem französischem Akzent machte mit uns das lang erwartete Screening. Es dauerte unendliche Minuten, bis er uns erstaunt ansah und fragte: Was wollen sie eigentlich hier?
Denn der Test war falsch ausgewertet worden, das Baby war munter, ich bekam ein Foto von einer mir zu winkenden Hand in meinem Bauch.

In dieser Sekunde der Erleichterung und Freude, in diesem Moment, wo sich alles zum Guten gewendet hatte, und das Glück wieder an meiner Seite war, traf ich die Entscheidung. Glasklar:

Ich werde bis zur Geburt des Kindes keinen Arzt mehr konsultieren. Ich werde das Kind – wenn nur irgend möglich – nicht in einem Krankenhaus zur Welt bringen. Ich habe keine Krankheit, ich bin schwanger.

Du nennst das Leichtsinn?

Ich nenne es Beherztheit, Mut, Vertrauen, Konzentration, Dankbarkeit, Bereitschaft … denn wie auch immer, eine Geburt bleibt eine Geburt und verlangt alle diese Eigenschaften.

Unter den Wehen fand ich es erstaunlich, welche Kraft da durch meinen Körper rast! Wogen von Atem und Schweiß, tiefe Töne, die wohl seit Menschengedenken gleich klingen.

Zwischendurch habe ich mich ausgeruht, kurz die Augen geschlossen. Aber sonst habe ich nichts „gemacht“. Die Wehen haben das Baby aus meinem Körper gepresst, nicht ich. Mein tiefer Atem hat mir Mut gemacht, denn denken konnte ich nicht. Stundenlange Konzentration, das Dabeibleiben auch in den Momenten, wo mir sehr übel wurde, und nie gekannte unglaublich starke körperliche Empfindungen forderten mich vollkommen.
Je weniger ich tat und dachte, um so kraftvoller kam die Geburt voran.

Ich habe meinem Körper dabei zugesehen, wie er ein Wunder vollbringt!

Die Ruhe und Freundlichkeit meiner Hebamme war eine große Hilfe. Die Mittagsglocken läuteten, als unser Baby seinen ersten Atemzug nahm. Kein Schrei, kein Stress, kein hektisches Durcheinander.
Das letzte was mich in diesem Moment interessierte war: Junge oder Mädchen?

Nach dieser Erfahrung lag mein Weg klar vor mir.
Ich brauchte wieder all meinen Mut, um die Uni zu verlassen und Yoga und Heilkunde zu studieren. Denn nichts faszinierte und begeisterte mich nun mehr, als das Wunder „Körper“, das Wunder „Mensch“ und die Kraft des Geistes. Auch Mut hat etwas damit zu tun, deinen Geist auszurichten.

Denn Mut ist eine mentale Einstellung!

Und das Kind?
War schon immer sehr mutig. Sie führte als kleines Mädchen ihr Pferd sicher über Hindernisse (s.o.), während ich mit schlotternden Knien zuschaute. Als Teenie spielte sie mit ihrer Band auf den Bühnen Berlins, sie ist um die Welt gereist, um die ganz großen Wellen zu reiten, und sie ist wieder gekommen, um Biologie zu studieren 🙂

 


Dabei zu sein, wie ein Mensch mutig und begeistert seinen Weg geht, ist ein großes Geschenk! Ganz besonders, wenn du diesen Menschen sehr liebst.

Ich teile dieses Erlebnis hier nicht mit dir, weil ich sentimental bin, oder der Meinung, ein besonders tolles Kind zu haben. Denn ich bin mir ganz sicher, dass deine „Geschichte“ genauso berührend und spannend ist.
Nein! Es geht mir darum, dich zu bestärken. Dich daran zu erinnern, dass du in jedem Moment die Möglichkeit hast, mutig deine Entscheidungen zu treffen!

Mut heißt nicht, dass du keine Angst hast!

Mut bedeutet, dass es Dinge gibt die wichtiger sind als deine Angst.
Mut bedeutet, dass du dich auf das Wesentliche konzentrierst.

Das Wesentliche ist dein Wohlergehen. Ist deine Freude, deine Liebe und deine Gesundheit.
Deine Begeisterung, dein Lachen, deine Kraft.
Das Wesentliche sind die Zufriedenheit und die Stärke, die durch deinen Mut wachsen.
Hab Mut! Die richtige Entscheidung triffst du immer für dich.
Für dein bestes Leben.

Das wünsche ich dir von ganzem Herzen!

Ich freue mich auf dich.
Deine Kirstin Püschel.

 

Mach dich frei!