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DIE KUNST, LOSZULASSEN.
TEIL 2

NICHT DENKEN HILFT.

*Im yogischen Verständnis ein Teil der bedingten Psyche = AHAMKARA, der Ich-Macher.

2 Gründe,
warum es Veränderung nicht geben kann.

UND 2 LÖSUNGEN FÜR ALLE PROBLEME.

GRUND 1

Das Hirn ist nicht zum Denken da!
Sondern dafür, dass dein Körper funktioniert.

Wenn das der Fall ist, dann kannst du auch denken, bzw. durch körperliche Aktivitäten werden bestimmte Areale im Gehirn aktiviert.
So rum wird ein Schuh d’raus! Dieses Postulat der modernen Hirnforschung ist in jeder spirituellen Kultur eine Selbstverständlichkeit. Menschen die nicht mit dem Herzen denken, werden als verrückt angesehen 🙂 

 

„MAMA. NICHT DENKEN HILFT!“

 

Riet mir meine damals noch sehr kleine Tochter.
Sie hatte beobachtet, wie ein scheinbar riesiges Problem, also ein Umstand, über den ich mich wahnsinnig aufregte (Autopanne auf Rügen), sich vor unseren Augen in Luft auflöste (der Auspuffschutz war abgefallen).

Glücklicherweise konnte ich schon damals herzlich darüber lachen.
Und sie hatte Recht!
Denn Veränderung ist kein kognitiver Prozess. Sonst könntest du mühelos, auf der Stelle und ohne zu zögern jede neue Erkenntnis in die Tat umsetzen.

Also – mir gelingt das nicht!

 

LÖSUNG NR. 1

 

Findet sich mal wieder im Yoga Sutra von Patanjali.
Dort heißt es in Sutra II,33:
Bei einer Behinderung durch störende Gedanken soll man über das Gegenteil meditieren.

Also nicht nachdenken, grübeln, Schuldige finden – sondern meditieren. Über das Gegenteil zu meditieren macht sich besonders gut, wenn dein Ego* mal wieder zu Hochform aufläuft und dir 1000 Gründe dafür liefert, warum etwas nicht einfach geht.

 

ODER GAR NICHT.

 

Wenn du mitbekommst, dass du dich in einer Sache oder in Bezug auf eine Person komplett fest gefahren hast.

Zugegeben, es ist keine leichte Übung!
Aber du sollst dir deinen Chef, den Busfahrer oder den Bankangestellten der dich gerade extrem nervt ja nicht nett denken.

Du nimmst drei tiefe Atemzüge und beginnst über das Gegenteil zu meditieren.

Das ist ein riesengroßer Unterschied!

Du könntest dir zum Beispiel mal vorstellen, dass du in der betreffenden Situation die andere Person bist. Also diejenige, die so nervt.
Die DICH nervt!

Yogis wissen, dass sie im Außen nichts wahr nehmen können, was sie nicht (innen) selber sind. Die Hirnforscher wissen das auch.

GRUND 2

DEINE ÜBERZEUGUNGEN SIND STÄRKER ALS DEIN DENKEN.

Auch dadurch wird Veränderung unmöglich.
Obwohl du eine Idee dazu hast, was dir gut tut, dich voran bringen würde, dir helfen könnte, wirst du die daraus gezogenen Schlüsse und Entschlüsse nicht umsetzen können.

Denn nichts ist stärker als deine Überzeugungen und dein Glauben.

Deine Haltungen. Die inneren und die äußeren!
Im Yoga sagen wir Prägungen. Teils hast du sie vom letzten Mal mitgebracht (Karma), teils werden dir neue vorgelebt, beigebracht oder aufgezwungen.

Diese Prägungen erzeugen eine unglaubliche Enge.
Sie verhindern die Entfaltung deines genetischen Potenzials.

Du bleibst auf der winzigen (Hirn-) Insel sitzen.
Die Weite des Ozeans erscheint dir je nach Prägung bedrohlich, lächerlich, uninteressant, unüberwindbar oder auch nicht existent!

Deine Insel umfasst nur 3% der Welt um dich herum.
Das entspricht der allgemein üblichen Wahrnehmung.
Drei Prozent!!!

„Ohne Bewusstsein, das muss kein Verlust sein“

Sang eine beliebte Punkband in meiner frühen Jugend in Ostberlin. Auch eine winzige kleine Insel, die uns damals die große weite Welt bedeutete!

Aber es gibt ein Problem.
Dein Körper, dein Intellekt, dein Geist, dein ganzes Wesen ist darauf programmiert sich zu bewegen, zu wachsen und verbunden zu sein.

3% bewusste Wahrnehmung sind aber nur ein sehr enger Rahmen und die Grenze ist sehr schnell erreicht. Diese Grenze wird gerne auch Komfortzone genannt. Innerhalb dieser Komfortzone zu bleiben ist auf die Dauer ein unglaublich starker Auslöser für

STRESS UND FRUSTRATION.

Du lebst zwar mit dem Gefühl von Sicherheit, aber mit der tiefen Empfindung von Mangel. Denn unter deinen Prägungen (Inselchen) existiert in jedem Moment deines Lebens dein unermesslich reiches Potenzial für die einfache Lösung und ein leichtes Leben.

Wenn du im Mangel – Modus bleibst findest du dich über kurz oder lang wieder in:

1. Ersatzbefriedigung
2. Krankheit
3. Isolation

LÖSUNG Nr. 2

Wenn du dir bewusst machst, dass du ganze 3% Realität hast, die ganz sicher nicht mit den 3% deines Geliebten, Vorgesetzten, deines Kindes oder deiner Eltern übereinstimmen, ist das schon mal super!

Wenn du es dann noch schaffst in Situationen die du aufgrund deiner Haltungen als schwierig bewertest, dir einfach mal zu sagen:

ICH KÖNNTE AUCH FALSCH LIEGEN

wird dein Leben unendlich viel leichter.
Sofort. Versprochen!

„Wahrheit ist, was allen nützt und den Geist erhebt“
So wird Wahrheit in der Bhagavad Gita* sinngemäß definiert.

Für dich wird es immer dann konkret, wenn du dich an einem Punkt befindest, an dem du nicht weiter kommst. Egal, ob sich dadurch emotionale Probleme zeigen oder du dir andere Hindernisse in deinen Alltag zauberst. Wenn dir also klar wird, dass du eine andere Perspektive einnehmen musst, damit etwas positiv in Bewegung kommt und dein Leben sich wieder richtig anfühlt.

Wahrheit ist was allen nützt und den Geist erhebt. Ist das nicht wunderbar?!
In diesem Sinne wünsche ich dir ein genüssliches Eintauchen in den

FUNKELNDEN OZEAN DEINER UNBEGRENZTEN MÖGLICHKEITEN!

DEINE DREI TÄGLICHEN
ENERGIE – MAGNETEN!

 

Und viel Freude beim Üben.

1. In fest gefahrenen Situationen:
Meditiere über das Gegenteil.

2. Das rettende Segelschiff, mit dem du in eine buntere und lebendigere Welt gleitest:
Du könntest auch falsch liegen.

LASS DICH GERNE INSPIRIEREN!

Im nächsten Artikel geht es noch einmal
um die Kunst, loszulassen.

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